Der Auftrag · Richtplan 2021
Verdichtung aktivieren
Entlang gut erschlossener Verkehrsachsen soll zusätzliche Ausnützung Wohnraumentwicklung ermöglichen. Die Karte zeigt die dafür bezeichneten SLöBA-Zonen, rund 20 Prozent des Baulands.
Deepdive · MAI 2026
Was bewirkt der BZO-Entwurf des Zürcher Stadtrats für Wohnraum, preisgünstige Wohnungen und Mehrwertabgabe? Raumgleiter hat den Entwurf modelliert, mit einem Alternativszenario verglichen und die Resultate parzellenscharf visualisiert.
Ausgangslage
Gemäss den offiziellen Bevölkerungsszenarien steigt die Bevölkerung bis 2035 von 453'000 auf über 500'000 Personen. Es braucht Wohnraum für rund 50'000 zusätzliche Menschen.
Die BZO 2016 sah dafür theoretische Nutzungsreserven für 260'000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner vor. In knapp zehn Jahren wurden davon lediglich 15 Prozent in Wohnraum umgesetzt. Dies trotz historisch tiefem Leerstand, deutlich gestiegenen Immobilienpreisen und ohne Pflicht zu preisgünstigem Wohnraum.
Die Realität zeigt: Bereits in den vergangenen zehn Jahren fehlten ausreichende wirtschaftliche Anreize, um die vorhandenen Baureserven tatsächlich zu mobilisieren.
bzo revision
2021 hat Zürich im kommunalen Richtplan behördenverbindlich festgelegt, wo verdichtet werden soll: in den SLöBA-Zonen, rund 20 Prozent des Baulands. Fünf Jahre später liegt der BZO-Entwurf vor, der diesen Auftrag umsetzen soll.
Der Auftrag · Richtplan 2021
Entlang gut erschlossener Verkehrsachsen soll zusätzliche Ausnützung Wohnraumentwicklung ermöglichen. Die Karte zeigt die dafür bezeichneten SLöBA-Zonen, rund 20 Prozent des Baulands.
Der Entwurf · März 2026
Der BZO-Entwurf, den der Stadtrat am 18. März 2026 präsentierte, setzt diesen Auftrag nur teilweise um. Er sieht eine geringe Zusatzausnützung vor und verbindet sie mit einer Reihe neuer Auflagen: Mehrwertabgaben Pflichtanteile für preisgünstigen Wohnraum Grünflächenziffern Baumschutz- und Pflanzpflichten zusätzliche energetische Vorgaben
Isoliert betrachtet verfolgt jede dieser Auflagen ein legitimes Ziel. Kumuliert verschlechtern sie jedoch die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte. Unsere Modellierung zeigt: Unter diesen Bedingungen werden die Reserven noch schlechter mobilisiert als unter der BZO 2016. Es entsteht weniger Wohnraum, obwohl die Bevölkerung weiter wächst.
[Platzhalter] Rückseite zum ersten Befund.
[Platzhalter] Rückseite zum zweiten Befund.
Der BZO-Entwurf verschärft die kantonalen Energieanfor-derungen ohne zusätzliche Ausnnützung. Die strengeren Grenzwerte schränken Planung und Umsetzung ein, erhöhen Bau- und Honorarkosten und machen Arealüberbauungen zum politischen Verdicht-ungsinstrument ohne aus-reichende Wirtschaftlichkeit.
DAS ALTERNATIVSZENARIO
Um die Grössenordnungen sichtbar zu machen, haben wir ein Alternativszenario durchgerechnet: zwei zusätzliche Geschosse in den gemäss Richtplan vorgesehenen Verdichtungszonen (SLöBA-Zonen), verbunden mit der Vorgabe, dass 40 Prozent der Mehrfläche gegenüber der BZO 2016 als preisgünstiger Wohnraum angeboten wird.
Das Nutzungspotenzial in den SLöBA-Zonen stiege damit gegenüber der BZO 2016 um rund 50 Prozent statt um rund 10 Prozent gemäss Entwurf: von 8.8 Mio. m² anrechenbarer Geschossfläche (AZ 1.55) auf 13.2 Mio. m² (AZ 2.33) statt auf 9.93 Mio. m² (AZ 1.76). Der zusätzlich geschaffene Landwert läge bei über 23 Milliarden Franken statt bei gut 5 Milliarden.*
*Die dargestellte Modellrechnung basiert auf vereinfachten und generalisierten Annahmen ohne Berücksichtigung des Ergänzungsplans Städtebau Altstetten, Quartiererhaltungszonen sowie Sondernutzungs- und Gestaltungspläne.
[Platzhalter] Erläuterung zur Kennzahl.
[Platzhalter] Erläuterung zur Kennzahl.
Durch die höhere Ausnützung und Wertschöpfung in den SLöBA-Zone mit dem Modell «BZO-Entwurf+2» könnten die potenziellen Einnahmen der Stadt aus der Mehrwertabgabe von 2.5 Milliarden Franken (BZO-Entwurf) auf bis zu 9 Milliarden Franken steigen.
ERGEBNISSE
Die konkreten städtebaulichen Auswirkungen des BZO-Entwurfs auf Wohnraumpotenziale und zusätzliche Verdichtungs- und Aufstockungsmöglichkeiten wurden mit der Plattform luucy basierend auf den Daten von DataHive visualisiert und mittels KI beispielhaft gerendert.
Verglichen werden die heutige Situation gemäss BZO 2016, der BZO-Entwurf und das Modell «BZO-Entwuf+2».
Die Resultate zeigen klar: Mit einer zukunftsgerichteten BZO könnte Zürich in der SLöBA-Zone deutlich mehr regulären und bezahlbaren Wohnraum schaffen – ohne das bestehende Stadtbild grundlegend zu verändern.
| Bewohner | 103 |
|---|---|
| Wohnungen total | 73 |
| Preisgünstige Wohnungen | 0 |
| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Wohnungen total | 73 |
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| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

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| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Bewohner | 103 |
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| Preisgünstige Wohnungen | 0 |
| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Wohnungen total | 73 |
| Preisgünstige Wohnungen | 0 |
| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Wohnungen total | 73 |
| Preisgünstige Wohnungen | 0 |
| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

| Bewohner | 103 |
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| Wohnungen total | 73 |
| Preisgünstige Wohnungen | 0 |
| Mehrwertabgabe | CHF 0 |

BZO Rechner
Für alle Parzellen der SLöBA-Zone lässt sich der Effekt der drei Szenarien direkt vergleichen: Adresse oder Parzellennummer eingeben, die datenbasierte Analyse zeigt die Verdichtungs- und Aufstockungsmöglichkeiten je Szenario.
VERFAHREN & METHODIK
18. MÄRZ 2026
Öffentliche Auflage des BZO-Entwurfs
1. JUNI 2026
Ende der Mitwirkung gemäss Paragraph 7 PBG
HEUTE
Auswertung der Einwendungen durch die Stadt
DANACH
Politische Beratung der Vorlage
Öffentliche BZO-Revisionsunterlagen der Stadt Zürich, amtliche Gebäude- und Wohnungsdaten, eigene Potenzialanalyse.
Ohne Auftrag Dritter erstellt, als Beitrag zur Mitwirkung publiziert.
Modellierung und parzellenscharfe Visualisierung mit LUUCY, Daten von DataHive.
Was diese Analyse zeigt
Sie machen sie besser: Erst wenn die Grössenordnungen auf dem Tisch liegen, lässt sich fundiert abwägen.
Dasselbe Vorgehen wenden wir auf Ortsplanungsrevisionen, Quartier- und Arealentwicklungen, regionale Entwicklungskonzepte sowie kantonale Raum- und Immobilienstrategien an.
Im unverbindlichen Erstgespräch zeigt Ihnen Kees van Elst gerne konkrete, wirkungsvolle Lösungswege für Ihre Gemeinde oder Stadt auf.
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